Alex Schnös

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Hallo Ihr Dosenöffner! (Gedanken meiner Maunz von 1997)

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Eintrag vom 19.06.2010

Mein Name ist Maunz. Nun, so heiße ich wenigstens in der Menschensprache. Meinen richtigen Namen könnt ihr Zweibeiner ja nicht aussprechen! Ich wohne in einem schönen Haus mit großem Garten. Die Menschen, bei denen ich wohne, sind auch ganz nett, obwohl sie sich ja einbilden, dass mein Domizil ihnen gehört. Typisch Dosenöffner halt, die haben eine sehr große Einbildungskraft.

Ich habe nicht immer dort gewohnt, ursprünglich komme ich aus einem kleinen Kuhdorf. Meine Mutter war eine Bauernkatze, von ihr habe ich gelernt, wie man Mäuse und Vögel fängt. Dass man sein Geschäft nur an ganz bestimmten Stellen verrichtet, und dass Körperpflege sehr wichtig ist. Mein Papi war ein Siamkater - ihr seht also, ich bin von königlichem Blut. Meine ‚Dosenöffnerfamilie', die ich mir ausgesucht habe, sagt, dass ich den Körperbau und das sensible Wesen meines Vaters geerbt habe und die Fellfärbung und die Robustheit meiner Mutter. Ich finde das ist eine gute Mischung, oder?!

Nun, jetzt fragt ihr Euch bestimmt, wie ich zu meiner ‚Menschenfamilie' gekommen bin. Die Dunkelhaarige, sie war damals noch ein Stückchen kleiner, lernte bei dem Frauchen von meiner Mami reiten. Meine Geschwister und ich wohnten zu der Zeit im Pferdestall. Als ich die Dunkelhaarige und ihren Papi das erste Mal sah, wusste ich, die muss ich haben. Gesagt getan, als die zwei meine Familie anschauten, stupste ich den größeren Dosenöffner an und machte: Miau. Danach schaute ich ihn mit meinem unschuldigsten Blick an und ließ diesen auch zu der kleinen Dunkelhaarigen wandern. Da konnten die zwei gar nicht mehr anders: Sie nahmen mich mit, und seitdem wohne ich hier. Außerdem lebt hier noch eine Rotblonde, sie tippt für mich diese Geschichte ab, und im oberen Teil des Hauses wohnen die Rentner.

Ich kann nur sagen, Ihr Menschen seid sehr anstrengend. Immer wollt ihr eine Beschäftigung, und Euch fit zu halten, ist ganz schön anstrengend. Aber mit meinen siebeneinhalb Jahren weiß ich ja inzwischen, wie ich Euch beschäftigen kann. Schließlich bin ich ja lernfähig, eine Eigenschaft, die ich bei Euch Dosenöffnern manchmal schmerzlich vermisse. Na ja, nicht alle Lebewesen können so klug sein, wie wir Katzen! Nun, jedenfalls habe ich immer ein Trainingsprogramm für meine Zweibeiner, z. B. das Rein-Raus-Spiel. Leider sind sie bei diesem Spiel immer sehr unmotiviert, und ich muss sie mit vielen lautstarken Miauern dazu auffordern mitzumachen. Was ist schon daran schlimm, dass ich raus möchte, weil ich einen Vogel sehe, dann wieder rein möchte, weil ich kalte Pfoten habe, um nach fünf Minuten wieder raus zu wollen, weil sich im Garten was bewegt hat??? Das ist doch mein gutes Recht als Hausbesitzer! Wenn ich sie dann mal Belohnen möchte, weil sie ausnahmsweise alles richtig gemacht haben, und ihnen eine Maus mitbringe, werfen sie mir einfach die Terrassentür vor der Nase zu. Sie faseln dann irgend etwas wie: Eine tote Maus hat nichts in der Wohnung zu suchen. So etwas engstirniges! Aber andauernd stellen sie meine Wohnung um, oder verändern irgend etwas im Garten. Das finde ich ziemlich unverschämt!!!

Ok, Leute seid mir nicht böse, aber ich werde einen meiner Dosenöffner jetzt zu etwas Auffordern, in dem sie recht gut sind: Meine Katzenfutterdose öffnen. Ich hoffe ja nur, dass nicht dieser dämliche rote Nachbarskater wieder kommt und mir alles weg frisst.

Also macht es gut, steckt Eure Köpfe in Eure Näpfe,
und lasst es Euch schmecken!!!
Stichworte: katze, einer, geddanken

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 2 Kommentare

katzenlady11Premium
20.06.2010 09:49 Uhr
Liebe Maunz,
wenn Deine Dosis keine toten Mäuse im Haus haben wollen,hättest Du mal eine lebende mitbringen sollen.
Alex SchnösPremium
20.06.2010 20:27 Uhr
Hallo liebe Katzenlady,
das ist ein guter Tipp. Ich kann ihn ja nicht mehr ausführen, aber meine vier Nachfolger sitzen oft auf meinem Grabhügel, da habe ich ihnen den Tipp gegeben sie sollen unseren Dosis ganz viele lebendige Mäuse, Vögel, Maulwürfe und Blindschleichen bringen. Ich schaue mir das ganze aus dem Katzenhimmel an und amüsiere mich köstlich!

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