Ashley09

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Kastration der Katze

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Eintrag vom 04.04.2014

Katzen sind äußerst fruchtbare Tiere, die sich gerne decken lassen.
Es wurde ausgerechnet, dass eine einzige Katze, mitgezählt Enkel Urenkel, Ur-Urenkel, innerhalb von nur 5 Jahren 13.000 Nachkommen hätte.
Je nach Rasse sind sie schon in einem Alter von 5 - 9 Monaten geschlechtsreif, Abessiner, Siamkatzen, Heilige Birma sind oft frühreif und könnten schon mit 5 -6 Monaten Junge bekommen, die gemütlichen Perser sind mit 7 - 8 Monaten dagegen regelrechte Spätzünder.
Die Geschlechtsreife zeigt sich in der "Rolligkeit" oder "Raunze".
Die Kätzinnen sind in dieser Zeit extrem unruhig, rollen und wälzen sich herum, schreien, markieren sogar häufig mit Urin ihr Revier (auch das Sofa im Wohnzimmer kann dazugehören) und entpuppen sich als die reinsten ?Nervensägen?.
In der Natur sind die Katzen saisonal polyöstrisch, d.h. sie werden im Frühjahr und Sommer mehrmals (= poly) paarungswillig. Die Rolligkeit kehrt alle 15 - 28 Tage wieder bis die Kätzinnen vom Kater gedeckt worden sind.
Das Tageslicht spielt für die Sexual-Hormonausschüttung eine sehr große Rolle. Wenn die Tage kürzer und dunkler werden, setzen die Zyklen aus, und die Kätzin wird erst im nächsten Frühjahr wieder deckbereit.
Wohnungskatzen sind oft dauerrollig, da sie ja nicht dem Naturlicht ausgesetzt sind und die Tage so lang sind bis die Familie das Licht ausmacht.
Diese Dauerrolligkeit ist gesundheitsgefährdend, da sich daraus eine Gebärmutterentzündung entwickeln kann.
Abgesehen zerrt die Dauerrolligkeit nicht nur an den Nerven der Katze, die ständig mit Schreien versucht einen Kater anzulocken, sondern auch an Ihren Nerven.
Haben Sie keine Zuchtkatze und wünschen Sie keine Nachkommen, ist die Entscheidung zur Kastration für Ihre Katze nicht nur eine gesunde, sondern auch eine tierschützerische Entscheidung.
Unsere Tierheime sitzen voll mit Katzen, die ein Zuhause suchen, und es ist in einer solchen Situation nicht verständlich noch weitere Nachkommen zu produzieren, sind sie auch noch so süß.
So schätzt man , dass z.B. allein in Berlin zwischen 40.000 - 100.000 verwilderte Katzen in alten Fabriken, Campingplätzen, Friedhöfen ein äußerst dürftiges Dasein fristen.
Kastration ist aktiver Tierschutz!
Die Kastration ist die schonendste und sicherste Methode zur Verhinderung der Trächtigkeit, steht auch weit vor der Gabe der "Antibabypille".
Kastrierte Katzen werden im Vergleich zu ihren unkastrierten Artgenossinnen doppelt so alt, sie bleiben in der Nähe des Hauses und sind somit viel weniger Gefahren (Autounfall, Beißereien mit revierfremden Katzen, Abschießen durch Jäger) ausgesetzt.
Kastrierte Kätzinnen streunen nicht mehr weit weg und kehren auch immer wieder abends nach Hause zurück
Die Kätzinnen markieren ihr Revier nicht mehr, d.h., auch ihre Möbel bleiben vor unangenehmen Urinspritzen und Kratzern geschont.
Kastrierte Katzen sind sozialverträglicher, ohne Probleme kann ein weiteres Tier in die Familie aufgenommen werden. Außerdem sind sie viel verschmuster und anhänglicher, wer wünscht sich das nicht?

Wann sollte meine Katze kastriert werden?

Unsere kleinen Lieblinge sollten vor der ersten Rolligkeit im Alter von 5 (4) - 7 Monaten kastriert werden, damit sich insbesondere bei Freigängerinnen kein unerwünschter Nachwuchs einstellt.

Was muss ich für die Operation beachten?

Ihr Kätzchen muss nüchtern bleiben. Es erhält nach 18.00 Uhr nichts mehr zu fressen, trinken darf die kleine Dame selbstverständlich.
Am frühen Morgen geben Sie Ihren Liebling bei uns in der Praxis ab.
Hier wird sie dann am morgens operiert und bleibt bei uns auf der Station bis sie wieder munter ist. Sie schläft sich auf einer gemütlichen Wärmedecke aus und wird selbstverständlich von uns überwacht. Am Nachmittag können Sie Ihr Kätzchen dann wieder mit nach Hause nehmen.

Was passiert eigentlich bei der Kastration?

Bei der Kätzin werden bei der Kastration die beiden Eierstöcke entfernt. Dazu muss der Unterbauch freirasiert werden, und anschließend wird das Operationsfeld desinfiziert.
Nun wird unterhalb des Nabels mit dem Skapell ein kleiner Schnitt gesetzt und mit einen kleinen gebogenen Haken (Uterushaken) werden die Eierstöcke aus dem Bauch vorgelagert. Diese werden dann mit feinen resorbierbaren (der Faden löst sich mit der Zeit auf) Nahtmaterial abgebunden und dann abgetrennt. Dann wird der Bauch wieder geschlossen, zunächst wird die Muskelschicht des Bauches mit resorbierbaren Faden verschlossen und mit einer weiteren Naht dann die Haut.
Dieser Hautfaden wird nach 10 Tagen wieder gezogen.
Sollte Ihr Kätzchen an der Naht herumknabbern, bekommt es von uns einen kleinen Bauchanzug an.

Und nach der Operation?

Katzen verkraften die Operation völlig problemlos, am nächsten Tag sind sie schon wieder putzmunter.
Zu Hause stellen Sie dem kleinen Patienten Wasser hin, auch wenn es Ihnen schwerfällt: am Operationstag darf die Kleine nicht fressen. Es könnte sonst passieren, dass sie sich erbrechen muss und dann könnte über das Bauchpressen etwas mit der Naht passieren.
Am nächsten Tag nochmals in die Praxis, hier schauen wir uns nochmals Ihr Kätzchen genau an, ob es alles gut überstanden hat.
Dann sehen wir uns erst 10 Tage später zum Fädenziehen wieder.

Mit freundlicher Genehmigung der Tierarztpraxis Dr. med. Gabriele Rummel und Dr. med. Margit Rogalla

Quelle: http://www.tierarztpraxis-rogalla-rummel.de

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birgitbauhaus1
15.05.2014 14:23 Uhr
Hallo, liebe Tierfreunde/innen!
Ich hab ein relativ "angenehmes" Problem, aber trotzdem Schwierigkeiten, es zu lösen!
Ich bin für Tiere schon immer eine Art Magnet gewesen, seit meiner Kindheit, war aber zu jung nach dem Abi, als dass ich hätte Tiermedizin studieren dürfen. Deshalb verlegte ich mich auf die Humanmedizin und bin mit insgesamt drei Berufen jetzt seit über 30 J. Hebamme, allerdings jetzt wegen Krankheit frühberentet.
Ich habe eine Wohnung in Hochpaterre, habe "eigentlich" 2 Katzen (1/1), natürlich beide kastriert! M fast 13 J., W ca. 6 J.
Seit einiger Zeit habe ich einen Adoptivkater, mein alter Kater (ist auch überaus sozial!) schleppte ihn totkrank an und ich pflegte diesen "Sputnik" (der Name ist Programm, denn er kreist um mich und sein neues Zuhause!) gesund, inklus. Tierarztbesuche etc. Dieser ist noch nicht kastriert, einfach, weil er sich bisher bereits 5 Mal ! vor Kastrationsterminen hellsichtig für Wochen "dünne" gemacht hat! Keine Ahnung, wodurch er das spitz gekriegt hat!
Dieser kleine Don Juan ist supersauber und markiert NIE in der Wohnung! Daher war es noch erträglich für mich und ich liess ihm erst einmal seine Freiheit.
Der nächste Kater (halb verhungert, voller Zecken, verletzt durch Kämpfe etc.) ist jetzt der Nächste, natürlich auch unkastriert, der sich meine Wohnung (meine Katzen dürfen raus, bewegen sich aber immer in der Nähe und hören tatsächlich besser als die meisten Hunde!) als neue Heimat entdeckt hat.
Nebenbei füttere ich noch mindestens 4 andere Streuner mit durch, die aber anscheinend ein Zuhause haben und nur mein Futter leckerer finden (Animonda etc., nur das Beste!), außerdem eine Waschbär-Familie mit jährlich ca. 2 Babies als Nachwuchs, die allerdings immer nur die angetrockneten Reste meiner Katzen-Gesellschaft bekommen bzw. gute Nahrungsreste aus der Küche.

( natürlich werden diese, wie auch die fremden Kater, draussen versorgt, mit frischem Wasser usw., es sind Wildtiere und das sollen sie auch bleiben! Allerdings hat meine Versorgung einen recht angenehmen Effekt: seit ich hier wohne und mich um die Tiere kümmere gibt es keine zerfetzten Mülltüten und umgeworfene und ausgeräumte Mülltonnen mehr!)

Ich wäre bereit, die beiden "neuen" Kater auch noch in meine kleine Familie zu integrieren, nachdem ich nach Wochen und monatelangen Aushängen keine Besitzer ausfindig machen konnte.
Der hiesige Tierschutzverein ist absolut keine Hilfe, im Gegenteil, ich habe vor Jahren eine andere zugelaufene Katze hinbringen müssen, und da wurde ich abgekanzelt, dass mir weitere Besuche dort ein Gräuel sind. Ich hatte die Möglichkeit angeboten, dass mir finanziell ausnahmsweise bei der Kastration geholfen wird und ich dann den Kater behalten könnte.... nee, nix, ich wurde regelrecht unverschämt runtergeputzt.

Ich bin Frührentnerin, komme normalerweise finanziell gut klar und bevor meine Tiere nicht gut versorgt wären, würde ich selbst nichts essen, aber es gibt eben Situationen, wo es auch mal sehr knapp ist, und weil der damalige Kater mir überall die Wohnung markiert hatte, musste ich einen schnellen Entschluss fassen!
Wäre das Problem nicht gewesen, hätte ich den auch behalten!

Und genau dieses Problem stellt sich jetzt auch!
Frontline, Ohrenmilbentropfen etc., alles habe ich ja bereits verabreicht für ALLE meine Tiere, aber gleich 2 Kastrationen auf einmal übersteigen mein Budget einfach z.Z.!

Deshalb langer Rede kurzer Sinn: gibt eine Möglichkeit von irgendwo eine Beihilfe zu bekommen, damit dieses leidige Thema aus der Welt geschafft werden kann und damit ich die Tiere nicht zu diesen unangenehmen, sogenannten Tierschützern bringen muss?

Sie haben mich für sich als Frauchen oder Dosenöffner ausgesucht und sind wahre Goldstücke, wenn sie mal da sind , aber ich denke auch, dass eine Kastration höchstdringlich ist und ich könnte eine Information, wie mir bzw. uns da geholfen werden kann wirklich gut gebrauchen!

Von mir aus kann die Kater-Kastration bei mir auf dem Küchentisch gemacht werden, kein Problem, ich bin ja sozusagen vom Fach und kann mich auch adäquat um die Tiere kümmern.

Mein "alter" Kater Paul verträgt sich mit jedem Tier, sogar wunderbar mit den Waschbären, aber die beiden unkastrierten Buben sind dauernd mit Kampfspuren bedeckt und vertragen sich deshalb auch untereinander nicht so besonders, die Hormone spielen eben verrückt!

Ich muss da dringend was dran ändern und hoffe, dass ich eine hilfreiche Antwort bekomme!

Vielen Dank und liebe Grüsse
B.Bauhaus

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