Ashley09

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Zusammenführung Katzen

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Eintrag vom 20.12.2013

Mit freundlicher Genehmigung vom Tierhilfsnetzwerk-Europa:

Ein Erfolgsrezept können wir Ihnen dafür auch nicht geben, doch die folgenden Tipps sollen helfen die Zusammenführung etwas zu vereinfachen. Wenn Sie ein paar simple Dinge beachten, können Sie das Kennenlernen der Stubentiger positiv beeinflussen:

1: Katzen sind noch immer Individuen die es in sich haben. Geht einer Katze etwas gegen den Strich, so lässt sie es ihre Artgenossen und ihre Familie spüren. Auch Neid und Eifersucht sind unter Katzen weit verbreitet, deshalb sollten Sie immer darauf bedacht sein, jede einzelne Katze wie eine Königin bzw. wie einen König zu behandeln. Geben Sie jedem Tier einzeln das Gefühl ihr einziges Ein und Alles zu sein, damit sie alle anderen Stubentiger in ihrem Revier als hoffnungslose Nebenbuhler duldet.

Sorgen Sie z.B. dafür, dass jede Katze in Ihrem Umfeld ihre eigene Toilette, sowie einen eigenen Fressnapf bekommt (Stellen Sie diese wenn nötig an verschiedene Lieblingsplätze der Katzen, damit die Schälchen für die anderen Vierbeiner nicht Zugänglich ist).

Schenken Sie Ihrer/Ihren bereits vorhandenen Katze/n in den Tagen vor und nach dem Einzug des neuen Artgenossen noch etwas mehr Aufmerksamkeit als sonst, damit sie den neuen Mitbewohner nicht als Rivalen ansieht. Wenn Sie ihr zeigen, dass diese neue Katze nicht bedeutet das Sie sich nun weniger um sie kümmern, nimmt Sie den Eindringling entspannter auf.

2: Lassen Sie sich die beiden Katzen kennenlernen, ohne das sie sich wirklich begegnen.

Wenn Sie die Chance dazu haben, sollten Sie die neue Katze vorerst in einen separaten Raum unterbringen. Legen Sie das neue Quartier des Nachzüglers vorher mit Utensilien der alte eingesessenen Katze/n aus, sodass sich deren Duft im Zimmer verteilt. Versuchen Sie es z.B. mit der Lieblingsdecke Ihrer bereits vorhandenen Katze oder greifen Sie ruhig zu einer Handvoll mit Streu aus dem Katzenklo Ihres/r Kätzchen. Nach einiger Zeit wird sich der Neuzugang an die unbekannten Gerüche und Eindrücke gewöhnt haben und die Umgebung erkunden wollen.

Geben Sie der/den alt eingesessenen Katze/n nun parallel dazu die Transportbox zum beschnuppern und lassen Sie auch hier ein Schälchen mit dem, von der neuen Katze benutzen Katzenstreu stehen. Alle beteiligten Miezen sollen auf diesem Weg den Geruch der anderen Katze kennen lernen, ohne dieser schon zu begegnen.

In der Regel ist es von Vorteil diese Trennung 2 - 3 Tage fortzusetzen, bis Sie die Tiere erstmals zusammen lassen.

-> Ein Persönlicher Tipp von uns:

Besorgen Sie sich aus dem Baumarkt eine Scheibe Plexiglas, das Sie nach der breite Ihrer Tür zuschneiden lassen. Es sollte so breit sein, dass Sie es in den Türrahmen der geöffneten Tür schieben können und muss so hoch sein, dass eine ausgewachsene Katze nicht darüber hinweg springen kann. Wenn Sie diese Scheibe in den Türrahmen geschoben haben, können Sie schon am ersten Abend schon einmal versuchen die erste indirekte Begegnung der Katzen herbei zu führen. Öffnen Sie dir Tür Nachdem Sie am Anfang also schon den Geruch der anderen kennen lernen konnten, sehe sie sich jetzt zum ersten mal, können sich jedoch auf Grund der Schutzscheibe nicht angreifen. Die sollte man dann in den kommenden Tagen immer öfter wiederholen, dass sich die Katzen an den Anblick der anderen gewöhnen können. Bald schon werden Sie interessiert an der Scheibe schnuppern weil sie sich endlich kennen lernen möchten. Lassen Sie die Tier auch an der Scheibe fressen. Stellen Sie eine Schale auf jede Seite um den Samtpfoten zu zeigen das genug für alle da ist und niemand einem anderen etwas weg fressen wird. Wenn Sie meinen, dass die Stimmung aller Tiere gut ist und ausreichend Ruhe herrscht, können Sie die Zusammenführung wagen.

Öffnen Sie nun vorsichtig die Türe und beobachten Sie einfach was passiert. Die Katzen werden sich beschnuppern und wahrscheinlich auch anfauchen, das gehört dazu. Katzen regeln ganz rasch die Rangordnung untereinander. Geben Sie den Katzen in dieser Zeit besonders viel Zuwendung, streicheln Sie sie zwischendurch einmal öfter und, reden Sie immer wieder mit ruhiger Stimme auf sie ein. Besonders Ihre schon vorhandene/n Katze/n soll/en nicht das Gefühl bekommen, der Neuzugang bekommt nun mehr Aufmerksamkeit. Natürlich sollten Sie die neue Katze dabei auch nicht vergessen. Finden Sie ein Gleichgewicht!

3: Unschöne Auseinandersetzungen vorbeugen oder schlichten um Verletzungen und Traumata zu vermeiden. Revierkämpfe lassen sich bei Tieren fast nie vermeiden, diese gehören dazu. Doch achten Sie darauf das es nicht extreme Ausmaße annimmt und ein Tier gar schwer verletzt wird.

Wenn sich eines der Tiere als sehr aggressiv herauskristallisiert, ist es besser sie Nachts und während Ihrer Abwesenheit vorerst räumlich voneinander trennen, damit unerwünschte Kämpfe und blutige Auseinandersetzungen verhindern können. Versuchen Sie es immer wieder mit einer ruhigen und besonnenen Zusammenführung und gehen Sie mit viel Verständnis auf alle beteiligten Tiere zu. Nehmen Sie sich aus diesem Grund unbedingt ein paar Tage frei wenn Sie dieses Vorhaben durchsetzen möchten, da die Katzen in dieser Zeit Ihre volle Aufmerksamkeit und Zuneigung brauchen!

-> Ein Persönlicher Tipp von uns:

Informieren Sie sich bei Ihrem Tierarzt oder im Internet über die Duftstoffe Feliway und Felifriend, welche Sie beim Tierarzt oder über Onlineportale erstehen können. Diese manuellen oder automatischen Sprays können vor, nach und während der Zusammenführung von Katzen helfen, diese zu beruhigen. Der enthaltene Duftstoff wird auf dem Fell oder in den Wohnräumen verteilt und soll sehr angenehm für die Tiere zu riechen sein. Sie werden dadurch harmonischer und nehmen den Geruch der neuen Umgebung und der fremden Tiere entspannter auf. Einige Katzen reagieren leider nicht auf diese Stoffe und andere wiederum auf Anhieb. Sprechen Sie also mit Ihrem Tierarzt über die Anwendung und Wirkung und lassen Sie sich beraten.

Der wichtigste Tipp ist jedoch, sich und den Katzen unbedingt ausreichend Zeit und Ruhe zu gönnen. Stecken Sie nicht schon nach den ersten turbulenten Stunden den Kopf in den Sand. Rom wurde bekanntlich auch nicht an einem Tag erbaut. Man rechnet bei der Eingewöhnung von Katzen in der Regel mit mindestens 3 - 4 Wochen. Diese Zeit sollten Sie den Tiere auch unbedingt einräumen um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Beste Freunde werden die neuen Gefährten dann sicher noch immer nicht sein, doch bis dahin sollte man kleine Fortschritte erkennen können. Wenn Sie Zweifel haben oder sich eine Zusammenführung nicht einrichten lassen, dann sprechen Sie vorher bitte unbedingt mit einem Tierarzt oder einem anderen Experten, bevor Sie den Versuch abbrechen, denn oft werden selbst anfängliche Erzfeinde mit der Zeit zu unzertrennbaren Kameraden.

Quelle: www.tierhilfsnetzwerk-europa.de
Autorinnen: Manuela J. und Anne F.

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 5 Kommentare

marifri
21.12.2013 20:45 Uhr
Bei Gizzy und Thori war die Vergesellschaftung absolut problemlos, obwohl Gizzy 9 Jahre lang Einzelkater war, Thori hat allerdings fast 6 Jahre lang mit einer schwarzen Mischlingshündin und einem schwarzen Kater zusammengelebt bzw. ist mit diesen aufgwachsen. Trotzdem war er es, der die ersten 2, 3 Tage immer vor sich hingebrummelt hat, wenn Gizzy sich ihm genähert hat. Aber der hat sich dann einfach ganz relaxt in gebührendem Abstand von Thori hingelegt, ihm sein Bäuchlein entgegengestreckt und dabei geschnurrt, als wollte er sagen: "Schau mal, ich bin ganz friedlich, willst Du nicht mein Freund sein?" Da konnte Thori ja gar nicht anders, als Gizzys Freundschaftsangebot anzunehmen.
So problemlos läuft eine Vergesellschaftung allerdings nur in den seltensten Fällen ab, dessen bin ich mir bewußt. Unsere früheren Katzen haben sich in den ersten Tagen immer angefaucht, und manchmal sogar gekloppt. Aber auch sie haben sich immer relativ schnell aneinander gewöhnt.
Bei Gizzy und Thori spielen wahrscheinlich die an ihren Mischungen beteiligten Rassen, Norweger und Coonie, eine Rolle, die beiden Rassen sind ja äußerst gesellig und so gut wie nie streitsüchtig. Drum haben sie sich bis jetzt wohl auch nur einmal gekloppt, als ich eines Morgens 1 ! Baldi-Kissen (zum Ausprobieren) vom Fressnapf mitgebracht habe, allerdings hatten bei der Rauferei um das Kissen Beide ihre Krallen eingezogen. Ich bin dann am selben Nachmittag nochmal mit dem Rad zum Fressnapf gepest, um ein 2. Baldi-Kissen zu holen, und schon war wieder Ruhe im Karton!
Es ist also schon was dran, daß man möglichst alles in doppelter Ausführung da hat, wenn man 2 Katzen hat. Allerdings teilen Gizzy und Thori sich von Anfang an ein Klo, das, das ich von Thoris Ex-Frauchen mitgekriegt hattte, blieb über eine Woche lang unbenutzt, deshalb habe ich es dann entsorgt. Denn das Klo war kleiner als Gizzys XL-Klo, und eine Haube hatte es auch nicht. Wahrscheinlich haben meine Beiden sich auch deshalb für das größere Klo entschieden!
isis2
15.05.2014 13:58 Uhr
Wir haben zwei Katzen, die überwiegend das Leben in der Wohnung bevorzugen. Im Oktober 2013 ist uns ein Kater zugelaufen und ich denke, dass wir bisher alles richtig gemacht haben. Zwischenzeitlich war der neue Kater (den ich kastrieren ließ) für über drei Monate verschwunden, so dass die Tiere noch nicht wirklich Zeit hatten, sich aneienander zu gewöhnen.
Das Problem ist, dass meine Katze von der Anwesenheit des neuen Katers so gestresst ist, dass sie sich (verursacht durch Juckreiz vom Stress) ständig Bauch und Beine kahl leckt. Deswegen hat sie schon mehrfach Cortison gespritzt bekommen, welches ihr dann für die nächsten vier Wochen den Juckreiz nimmt. Auf Dauer ist das auch kein Zustand. Und das alles, obwohl der neue Kater ausschließlich in unserem Wintergarten und draußen „wohnt" und ich ihn nur ab und zu mal reinlasse, in der Hoffnung, dass sie sich doch noch aneinander gewöhnen. Die Katzen fauchen sich durch die geschlossene Terrassentür an und springen sich an der Scheibe an. Mein Kater, der der ganzen Sache eigentlich recht gelassen gegenübersteht, sieht sich dann mitunter auch veranlasst mitzumischen. Vielleicht will er ja seine Freundin verteidigen, denn die beiden mögen sich wirklich sehr.
Vielleicht hat noch jemand eine eine Idee, was man da machen kann.
Minzie
06.10.2014 23:08 Uhr
Hilfe! Ich habe zwei Katzen und sie vertragen sich nicht. Was soll ich machen?
Wir haben die Minzie, sie ist 6 Jahre und wir haben sie bekommen als sie 6Wochen war. Ihre Mutter ist vergiftet worden
Minzie war ganz lieb und ist es normal heut auch noch, wenn sie nicht immer so fauchen würde.
Und jetzt haben wir Susi bekommen, damals war sie 10 Wochen alt. Sie haben wir im August geholt.
Als wir daheim waren ( Minzie war draußen ), hat Susi sich alles angeschaut. Ich habe ihr gezeigt wo sie zum essen hingeht,
wo ihre Katzentoilette ist ..... Und dann kam Minzie herein! Mein Mann hat Minzie gehalten und ich die Susi und da haben sie sich abgeschnuppert. Da dachten wir noch - oh toll, das klappt ja.
Und seit dem nächsten Tag war es vorbei! Wenn Minzie, Susi sieht faucht sie schon. Sie hat ihr auch schon mal ein paar gegeben. Minzie faucht als meinen Mann und mich an. Und wenn Minzie herein kommt, wird sie immer bevorzugt.
Bekommt erst ihr Essen und und und. Ich streichel sie mal eine weile, bis sie mich dann wieder anfaucht.
Das mcht mich so fertig! Ich hab schon geheult deswegen.
Was soll ich machen, damit sie sich besser verstehen? Das Minzie nicht mehr faucht, wenn sie Susi sieht?
Wer kann mir Hilfe geben?
Vielen Dank!
petra38
16.10.2014 18:24 Uhr
Hallo Minzie,
hast Du es schon mit Feliway versucht?
Zylkene (frei verkäuflich oder vom Tierarzt) kann auch bei solch einer Situation helfen.
Könntet Ihr versuchen das Zusammentreffen mit was "Schönem" zu verbinden. Wie Leckerlies (ganz besondere, die es nur beim Zusammentreffen gibt) oder ähnliches?
tandem007
04.12.2014 19:03 Uhr
Ich habe 3 kater pumi charlly und unseren findus

3 kater ist einer zu viel werden viele denken, dem kann ich nicht zustimmen. Pumi unser heimind war als letzter zu uns gekommen und ich habe mir so überlegt ob das gut geht .ist gut gegangen. normale gerangel wie wer hat hier das sagen sind normal auch mal anfauchen und Bü rste zeigen sind zwar drohgebärden aber waren bzw sind gott sei dank bei uns harmlos.
großen anteil hat unser harmoniesüchtiger charlly der immer wenn etwas ist die anderen dizipliniert indem er sie in den Schwanz schnackt. Charlly ist ein Birma kater und schon vom charakter sehr gutmütig. Findus ist ein feigling und Pumi weiß das er als letzter gekommen ist und hält sich zurück. Felliway habe ich eingesetzt und mit allen dreien geklickert so das eine Aufgabe gelöst werden mußte. mit einem catball mit leckerli geht es.
hoffe es bleibt auch so.

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