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26.05.2016 - "Oma und Opa" waren in Urlaub

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Eintrag vom 26.05.2016

Mein letzter Blogeintrag ist schon ein Weilchen her. Leider bin ich derzeit beruflich ziemlich eingespannt (man stelle sich vor: mein täglicher Arbeitsweg hat sich ab 18. April von hin und zurück insgesamt 24 km auf 100 km (!!!) ausgedehnt!!! Und das, obwohl ich immer noch beim selben Arbeitgeber bin, also keine neue Arbeit aufgenommen habe. Ich könnte kot.... deswegen aber das ändert ja auch nix an dieser Tatsache... also mache ich - wie immer - das Beste daraus. Sofern man bei monatlich 2.000 km Arbeitsweg, eine Riesenmenge an Benzingeld, Abnutzung meines Flitzers und blankliegenden Nerven durch den Stress der 2 x 40 Minuten Autofahrt über Bundesstraße und Autobahn überhaupt davon reden kann, das Beste draus zu machen... naja. Ich weiß, anderen geht es in dieser Hinsicht noch schlechter als mir... aber ich muss mich jetzt erstmal neu darauf einstellen und da wird man ja wohl nochmal motzen dürfen.... ).
Auf jeden Fall waren die letzten Wochen ein wenig nervenaufreibend und ich hatte dann abends keine Zeit/Lust mehr, um Blogs zu schreiben. In solchen Zeiten lernt man die lieben Kätzelen daheim noch mehr zu schätzen. Man kommt gestresst heim und wird gleich mal angegurrt, umschwänzelt, angestupst und vollgebrummt... und schon ist die Welt wieder in Ordnung .

Jetzt aber zum eigentlichen Thema. Meine Eltern wohnen ja mit im Haus und die Katzen sind es gewohnt, tagsüber nach unten zu dürfen bzw. das komplette Haus mit Garten zur freien Verfügung zu haben. Tja, dann dachten sich meine Eltern: "komm, lass uns mal eben 14 Tage Urlaub in Südtirol machen". Und weg waren sie. Nein, nicht einfach so ganz leichtfüßig, sondern tatsächlich schweren Herzens . Je näher die Abfahrt rückte, desto öfter hörte ich von ihnen den Satz: "ach meine Süßen, wie werden wir Euch vermissen" (natürlich zu Hazel und Poppy gesprochen, nicht etwa zu mir und meinem Mann, wer hätt´s gedacht, tststs).

Na auf jeden Fall waren sie dann weg. Bedeutete für die Mädels, dass sie jetzt eben bis nachmittags allein in der Wohnung waren und nicht runter in den Garten konnten. Das geht dann halt erst, wenn mein Mann oder ich von der Arbeit nach Hause kommen. Da wir sie grundsätzlich tief und fest schlafend vorgefunden haben, wenn wir daheim angekommen sind, gehen wir mal davon aus, dass sie schlicht und ergreifend den Tag verpennt haben. Ist ja auch okay. Wobei: wer weiß, wass die Schlingel so anstellen, wenn sie sturmfreie Bude haben??!! Aber da das Mobiliar und alles noch unversehrt stand, kann´s nix Schlimmes gewesen sein.

Hazel hat die Abwesenheit der "Großeltern" auch völlig gelassen hingenommen. Aber Hazel ist da auch nicht wirklich das Maß aller Dinge. Ich habe es glaube ich schon mal in einem vorherigen Blog erwähnt: eine ausgeglichenere und liebevollere und sanftere Katze als unser Schokotörtchen Hazel gibt es nicht. Und wenn, dann muss man laaaaaaaaaaange danach suchen. Hazel ist einfach... Hazel! Immer zufrieden, immer herzallerliebst, immer verschmust, immer rücksichtsvoll (außer sie will nachts gestreichelt werden, dann kann sie schon mal ein bisselchen rabiater werden, die Gute ) und einfach... Hazel eben

Poppy dagegen... tja, Poppy war schon ziemlich angepisst, ob der langen Abwesenheit ihrer unten wohnenden Untertanen Sobald mein Mann oder ich zu Hause ankamen oder auch am Wochenende, gleich morgens, sobald wir aufgestanden sind, setzt sich Klein-Pöppchen direkt vor die Wohnungstüre, drückt ihren Brustkorb dagegen und guckt mit steil in die Höhe gerecktem Hals die Türklinke an... minutenlang. Bis sie dann feststellt: "nee, klappt nicht, das mit der Telekinese Diese doofe Türklinke bewegt sich keinen Millimeter". Also zieht sie, immer noch das zarte kleine Brustkörbchen an das Holz gedrückt, andere Register: maaaaaauuuuuuuuuuuuuwwwiiiiimiiiiaauuuuuuu. Ein stetiges und immer lauter werdendes Gezeter dringt da aus dem kleinen grauen Katzenkörperchen mit dem Unschuldsgesichtchen . Also: Tür auf und *schwupps* ist sie schon unten. Nur um dann mitten im Wohnzimmer meiner Eltern zu stehen und - mal wieder - festzustellen - wie jeden Tag - KEINER DA! So eine Sauerei aber auch! Klar durften sie (und Hazel natürlich auch) unten bleiben. Wir haben, sobald einer von uns daheim war, einfach die Türen aufgelassen. Auch die zum Garten. Aber es war nicht dasselbe. Poppy kam immer wieder nach oben, schlich um unsere Beine, miaute herzzerreißend und bettelte um Streicheleinheiten. Die bekommt sie normalerweise, wenn die Welt in Ordnung ist (sprich: wenn Oma und Opa daheim sind) in Hülle und Fülle von den beiden. So durften wir das nun leisten... was manchmal schon wirklich anstrengend war. Poppy ist uns überall hinterhergelaufen, wollte auf den Arm genommen werden und geknuddelt. Abends, als wir auf dem Sofa saßen, hat sie dann sogar wieder etwas gemacht, dass sie schon seit Mooooooooonaten nicht mehr getan hat (zuletzt als kleines Katzenbaby). Sie kam her, guckte mich an, jammerte und hat sich dann in meinen Arm gekuschelt. Dort hat sie dann ewige Streicheleinheiten genossen, bis sie eingeschlummert ist, die Süße.
So sieht das dann in etwa aus:


Das ging dann 14 Tage so. Letzten Sonntag, also vor 4 Tagen, sind die heißgeliebten Menschen von unten dann endlich wieder gekommen!!! Es war soo schön anzusehen. Ich war mit den Mädels gerade draußen im Garten, das Wetter war am Sonntag ja wirklich endlich mal wieder schön. Da fuhr das Auto vor, die Türen gingen auf und man hörte meine Eltern reden. Poppy hörte das auch. Sie hat eigentlich gedöst, aber sobald sie die so vertrauten Stimmen gehört hat, saß sie da wie von der Tarantel gestochen, so richtig in Hab-Acht-Stellung. Dann sauste sie wie der Blitz durch den Garten, ins Wohnzimmer und weiter durch den Flur bis sie vorne an der Eingangstüre zum Stehen kam. Nach kurzer Zeit ging diese Türe dann auch auf und da waren sie endlich wieder!! Oma und Opa!! Wieder daheim!! Meine Mutter sieht Poppy, sagt: "Hallo meine Süße" und beugt sich runter, um sie zu streicheln. Da legt das kleine Luder (Poppy, nicht meine Mutter ) die Ohren an und saust nach oben in unsere Wohnung. Den Blick von meiner Mutter hättet ihr mal sehen sollen . Ich hab´sie dann beruhigt und gesagt: "warte nur, das dauert nicht lange". Und so war es auch. Keine 10 Minuten später kam Pöppchen wieder runtergeschlichen, guckt meine Mutter an und stößt einen Riesenmaunzer aus. Damit war das Eis gebrochen und sie hat sich streicheln und knuddeln lassen und alles war wieder gut. So 2 Stunden später, meine Mutter hat im Schlafzimmer Koffer ausgepackt, höre ich sie quasseln. Ich hab sie gefragt, mit wem sie denn da spricht? "Na mit der Poppy!" Die saß beim Auspacken auf dem Bett und hat meiner Mutter offensichtlich all das erzählt, was sie in den letzten 2 Wochen erlebt hat. Meine Mutter hat natürlich mitgequasselt und immer "was du nicht sagst" und "ja gibt´s denn sowas" von sich gegeben. Und Poppy hat daraufhin eifrig weiter erzählt mit den unterschiedlichsten Maunzlauten. Sehr süß! Poppy´s Tag war damit also gerettet. Vor allem, weil es eine Extraportion Leckerlies gab. Meine Eltern waren nämlich ganz erschrocken und meinten: "Poppy ist ja richtig abgemagert" Und tatsächlich! Sie sah richtig eingefallen aus, die kleine Schauspielerin. Und zwar genau so lange, wie es braucht, sich zwei oder drei oder auch ein paar mehr Leckerlies einzuverleiben... plötzlich und wie durch ein Wunder ist die Figur wieder ganz normal und wohlgenährt. Ich frage mich wirklich, wie Katzen das machen! Den Trick wüsste ich gern, dann könnte ich wenigstens so AUSSEHEN, als würde ich 20 kg weniger wiegen .

Hazel hat das Ganze wie gesagt recht unaufgeregt verfolgt. Sie hat sich gleich streicheln lassen, sonst aber einfach auf dem Gartenstuhl weitergedöst. Bis es dann auch zu ihren Hirnwindungen durchgedrungen ist: MOOOOOOMENT! Oma und Opa sind wieder da! Das ist doch gleichbedeutend mit: "es gibt wieder vermehrt Leckerlies"!!!!!!!!!!! Jipiiiiieeeeehhhhh... nix wie runter vom Stuhl, rein ins Wohnzimmer und direkt mal vor die Leckerliekiste hinter der Terrassentür postieren. Dann ein Blick auf die Kiste... ein Blick zu Oma... ein Blick auf die Kiste... ein Blick zu Oma... ein Blick auf die Kiste... ein Blick zu Oma untermalt mit einem leise gehauchten Hazelquietschen... ERFOLG!
Also hat auch Hazel, die scheinbar Coole, die Abwesenheit der beiden registriert und freut sich, dass die leckerliearme Zeit nun endlich Geschichte ist.

Und da heißt es dann immer, dass es Katzen ganz egal ist, ob ihre Menschen da sind oder nicht. Das stimmt so nicht wirklich. Sie kommen damit ganz gut zurecht, vor allem, wenn sie in ihrer gewohnten Umgebung sind und vertraute Menschen um sich herum haben. Aber sie freuen sich dann doch sehr, wenn alles wieder beim Alten ist. Wären Hazel und Poppy Hunde, hätten sie bei der Rückkehr meiner Eltern bestimmt mit den Schwänzen gewedelt bis zum Umfallen.

Jetzt schauen wir mal, wie sie dann unseren Urlaub so überstehen. Wir gehen nämlich am 04.06. auch weg... ab auf´s Kreuzfahrtschiff. Dann aber nicht 14 Tage sondern nur 8. Das reicht, viel länger möchte ich von den beiden auch nicht wirklich getrennt sein. So sehr ich mich auf unsere Urlaube freue und so schön diese auch immer sind: ich bin dann doch immer wieder froh, wenn ich wieder daheim bei meinem Fellmädels bin und alles gut gelaufen ist während unserer Abwesenheit. Aber das läuft immer... meine Eltern und die Katzen sind ja inzwischen ein absolut top eingespieltes Team! Eigentlich müsste man sich also keine Sorgen machen... eigentlich Aber naja, dafür ist man halt "Katzenmama".

In diesem Sinne: ich wünsche allen, die in Urlaub fahren oder für daheimgebliebene Katzen Urlaubsvertretung machen eine entspannte und schöne Zeit mit viel Spaß und tollen Erlebnissen.
Stichworte: urlaub

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 1 Kommentare

ingelaux1
14.05.2017 02:40 Uhr

viele liebe grüße minou und inge

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