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Rolligkeit bei Katzen – ein Katzenjammer?

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Eintrag vom 23.06.2016

Wer schon einmal eine paarungswillige Katze gesehen hat, weiß, woher der Begriff „Rolligkeit“ kommt: Das Tier wälzt sich und rollt immer wieder auf dem Boden, um möglichst viel Fläche mit seinem Duft zu markieren – oftmals auch mit Urin. Da diese Phasen für Katze und Halter anstrengend sind, sollte – auch um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden – über eine Kastration des Tieres nachgedacht werden.

Etwa zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat, in der Regel jedoch spätestens nach einem Jahr, wird eine Katze geschlechtsreif. Die Anzeichen dafür sind kaum zu übersehen: Zwischen fünf und vierzehn Tage lang wälzt sich das Tier auf dem Boden, schreit und jammert teils herzzerreißend, ist sehr verschmust oder aber reizbar, unruhig und präsentiert sein Hinterteil, indem es den Rücken durchdrückt und den Schwanz nach oben oder zur Seite streckt. Auch der Appetit lässt bei vielen Katzen in dieser Phase deutlich nach.


Viele Katzen neigen dazu, ihre Umgebung mit Urin zu markieren. Wie stark sich die Rolligkeit bemerkbar macht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, etwa der Rasse oder dem Alter – ältere Katzen stellen ihre Bedürfnisse oftmals weniger deutlich zur Schau.

Wird eine Katze während ihrer fruchtbaren Phase nicht gedeckt, wiederholt sich die Rolligkeit in einem Rhythmus von ca. 2 bis 3 Wochen – bei Freigängern allerdings nicht das ganze Jahr über: Katzen sind saisonal polyöstrisch, d.h. die sexuelle Aktivität wird von den jahreszeitlichen Lichtverhältnissen bestimmt. Mindestens 12 Stunden Licht innerhalb eines Tages sind notwendig für die Rolligkeit – von etwa September bis Januar fällt der Geschlechtstrieb deshalb in den Winterschlaf. Hauskatzen können dagegen unter dem Einfluss des Kunstlichtes in der Wohnung das ganze Jahr über rollig werden.


Im Gegensatz zu weiblichen Tieren fehlt bei Katern ein saisonabhängiger Sexualzyklus und sie sind ständig auf der Suche nach Partnerinnen. Kommen sie in die Nähe einer rolligen Katze, sind Kater oft tagelang unterwegs und können durch Kämpfe um ein Weibchen Blessuren wie Kratzer oder Bisse davontragen. Freilebende Kater können selbst rollige Hauskatzen wittern – nächtliches, lautstarkes Werben durch Lockrufe vor der verschlossenen Tür ist deshalb keine Seltenheit.


Wer keinen Nachwuchs für seine Katze plant, erleichtert dem Tier und sich selbst durch eine Kastration das Leben. Im Idealfall sollte der Tierarzt die Katze dann kastrieren, wenn diese bereits ausgewachsen ist aber noch vor dem Eintritt in die Geschlechtsreife steht – dies entspricht etwa einem Alter von sechs bis neun Monaten und einem Gewicht von ca. 2,3 bis 2,5 kg. Nach der operativen Entfernung der Eierstöcke kommt es im Normalfall nicht mehr zur Rolligkeit, in manchen Fällen kann aber weiterhin ein unruhiges Verhalten beobachtet werden. Biologische Tierarzneimittel von Heel können dann helfen, den Stress für die Katze zu reduzieren. Sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an.



Weitere Informationen rund um Katzen finden Sie auf der Internetseite vetepedia.de

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