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Tierheimkatze an ihr neues Zuhause gewöhnen

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Eintrag vom 07.07.2016

Eine Katze aus dem Tierheim zu holen, ist eine tolle Sache! Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass eine Tierheimkatze bereits viele Besitzer hatte und schon einiges erlebt hat! Deshalb kann es gut sein, dass sie mehr Eingewöhnungszeit benötigt. Hier sind einige Tipps, wie man der Fellnase das Gewöhnen an ihr neues Heim leichter gestalten kann!

Aneinander gewöhnen:

Bereits das Abholen der Katze aus dem Heim sollte harmonisch und unkompliziert ablaufen. Dadurch wird gleich die Stimmung gelockert und das Fremde und Unbekannte kann besser aufgenommen werden. Deshalb ist es sinnvoll eine bequeme und gemütliche Transportbox für den Transport zu wählen und den Weg vom Tierheim bis zum neue Zuhause möglichst kurz halten.

Zuhause angekommen ist es ratsam der Fellnase erstmal genügend Zeit zu geben, sich zurecht zu finden. Am besten die Box in den Raum stellen, indem alles Nötige vorhanden ist - z.B. ein Rückzugsort, Futter, ein Katzenkörbchen und auch Wasser. Das Frauchen oder Herrchen kann zunächst am Anfang der Erkundungsreise gerne im Raum bleiben und Ruhe und Gelassenheit vermitteln. Nach einer Weile sollte man jedoch der Katze ihre Privatsphäre geben.

Katzen reagieren grundsätzlich unterschiedlich auf neue Umgebungen. Manche verstecken sich und kommen nur raus, wenn es dringend nötig ist. Andere schauen sich um und haben Lust alles zu erkunden. Wenn also die Fellnase andeutet, dass sie die weiteren Räume sehen möchte, sollte man ihr diesen Wunsch natürlich erfüllen und auch den Rest ihren neuen Heims zeigen.

Vorgeschichte Berücksichtigen!

Jede Tierheimkatze hat eine Vorgeschichte und diese muss man unbedingt berücksichtigen! Deshalb ist es auch ratsam im Tierheim gleich einige Fragen zu stellen und die wichtigsten Sachen herausfinden. Hat die Fellnase bestimmte Ängste? Hat die Katze Handicaps und, ob sie Hilfe im Alltag braucht? Ist die Katze eine reine Wohnungskatze oder ist sie Freigang gewöhnt? Und ... und ... und ...


Mehr dazu unter einfachtierisch.de

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 1 Kommentare

ilehmann
05.02.2017 16:26 Uhr
Was noch zu ergänzen wäre:

Die neue Katze wird sich verstecken. Das ist normal. Sie ist tief verängstigt, denn für einen standortgebundenen Beutegreifer ist die Verschleppung in ein unbekanntes Revier höchster Stress.
Nahrung, Katzenklo und Wasser sind erstmal nebensächlich, es gilt jetzt, von einem sicheren Beobachtungsposten aus das Gelände zu sondieren und Gefahren zu erkennen. Erst nach und nach wird die Umgebung erkundet. Zunächst möglichst aus der Deckung heraus, später dann offen und immer selbstbewusster.
Das kann aber Wochen dauern!

Der Mensch sollte das unbedingt berücksichtigen. Also niemals vor dem Versteck der Katze "lauern". Niemals die Katze irgendwo hervorzerren, gegen ihren Willen hochheben oder versuchen zu beknuddeln. Laute Geräusche und hektische Bewegungen vermeiden. Kleinere Kinder in dieser ersten Zeit unbedingt von der Katze fernhalten. Auch Hunde oder Mitkatzen zunächst nicht dazulassen. Für sehr verängstigte Katzen kann es gut sein, sie ein paar Tage in einem separaten Raum zu halten, wo außer dem neuen Dosenöffner niemand und nichts hinkommt, und ihr die restliche Wohnung zu präsentieren, wenn sie sich in ihrem Raum frei bewegt.
Futter und Wasser (und Katzenklo!) so aufstellen, dass die Katze sie erreichen kann, ohne deckungslos durchs "Feindesland" zu müssen und ohne z.B. direkt an den Menschen vorbeizugehen.

Am besten beachtet man die neue Katze gar nicht. Sie wird sich melden, wenn sie ihre neuen Menschen näher kennenlernen will. Es kann aber nicht schaden, in ruhigem Ton mit ihr zu reden, z.B. beim Füttern, auch wenn sie sich nicht zeigt. Sie kann sich so an die neue Menschenstimme gewöhnen und sie als positiv im Gedächtnis behalten.

Vor allem braucht man viel Geduld. Wie gesagt, es kann mehrere Wochen dauern, bis sich die Katze offen raustraut und auf ihre neuen Menschen zugeht. Auch dann ist immer Ruhe und Gelassenheit angesagt.

Wie sich das Verhältnis zu bereits vorhandenen Mitkatzen entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab. Alter, Gewohnheiten, Erfahrungen aller Beteiligten. Unter Katzen ist immer derjenige hochrangiger, der zuerst da war. Das muss der Dosi auch mittragen. Die Erstkatze muss Chef bleiben und bevorzugt behandelt werden. Ansonsten ist es am besten, das den Katzen selbst zu überlassen.
Anfängliche Fauchereien, kleine Raufereien und Gesänge sind normal und kein Grund für menschliches Eingreifen. Katzen haben untereinander hoch komplexe Beziehungsgeflechte, die erstmal ausgehandelt werden müssen. Nur wenn es zu blutigen Kämpfen kommt oder wenn eins der Tiere sich nicht mehr frei bewegen "darf", weil das andere ihm keine Ruhe lässt, dann ist es Zeit, die zwei zu trennen. Nicht immer geht eine Vergesellschaftung unter Katzen gut, das muss man von vorne herein berücksichtigen.

Wir Menschen wollen ja auch nicht mit jedem X-beliebigen Fremden unser Heim teilen .

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