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Vogelschützer wollen Katzen einsperren!

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Eintrag vom 07.08.2015

Katzen wurden vor ca. 4000 Jahren domestiziert und so erzogen, dass sie mit uns Menschen zusammen leben. Vogelschützer beschweren sich jetzt darüber, dass zu viele Hauskatzen Vögel töten würden und dadurch bedrohte Arten ausrotten würden. Aber, dass Katzen einen Jagdtrieb auf Vögel besitzen ist natürlich, da es nun mal in ihrer Natur liegt.

Unglaublich ist, dass diese Vogelschützer wollen, dass die Katzen eingesperrt werden und nicht mehr nach draußen dürfen. Somit würden sie aufhören Vögel zu jagen. Die Empörungen seitens der Vogelschützer kommen bis jetzt nur aus Amerika. Doch man kann nur ahnen, dass durch diesen Aufruf viele Vogelschützer auf dieses Thema aufmerksam werden und sich der Meinung anschließen werden. Genaue Zahlen wie viele Vogelarten ausgerottet werden, gibt es nur ungefähr.
Dennoch muss man beachten dass dies der Kreislauf der Natur ist und dazu gehört. Außerdem behaupten die amerikanischen Vogelschützer, dass Katzen, wenn sie nur daheim sind, älter werden und es ihnen so besser gehen würden.

Aber man kann den Katzen doch nicht ihren Freiraum wegnehmen und sie einsperren! Katzen haben auch ein Recht auf Freiheit und nicht in Gefangenschaft zu leben!

Quelle: www.sueddeutsche.de

Kommentare als RSS-Feed abonnieren 5 Kommentare

mschaeler
07.09.2015 15:47 Uhr
Ich habe einen großen Garten, in dem sehr viele Vögel ihre Nester bauen. Au0erdem habe ich mehrere Vogelhäuschen, die stark von vielen Vögeln, wie Meisen aller Arten, Amseln, Kleiber, Buntspechte, Tauben, Rotkehlchen, Eichelhäher, Buchfinken, Rotschwänzchen und Zaunkönig, regelmäßig besucht werden. Ich habe schon immer Katzen gehabt, deren Revier der Garten und Umgebung war. Meine Katzen haben zu 99,5% Mäuse gefangen und sehr selten einen Vogel. Wenn sie mal einen Vogel gefangen haben, war dieser meistens krank. Vögel, die gesund sind, lassen sich von Katzen nicht so schnell fangen. Und das Katzen Nester plündern ist auch sehr selten, da die Nester oft so gebaut sind, dass Katzen gar nicht dran kommen! Ich fände es Tierquälerei, wenn Katzen eingesperrt werden müssten. Außerdem bleibt das Gleichgewicht in der Natur erhalten, wenn auch mal ein Vogel gefangen wird. Wenn keine Katze mehr einen Vogel fängt, haben wir bald eine Überpopulation und dann schreit der Mensch - Hilfe, es gibt zu viel Vögel, die müssen wir töten! Wer ist dann der größere Räuber ?
Ruedieltern
07.09.2015 19:10 Uhr
Das mit dem Gleichgewicht der Natur in Verbindung mit wildernden Katzen ist vollkommener Quatsch.

In unseren Gefielden war die Katze -vor allem in der Anzahl- überhaupt nicht vorgesehen und schreitet zerstörerisch in unsere Natur ein. Das ist nunmal so.

Mit der Schwemme an Freigängerkatzen wird unser Gleichgewicht eher umgeworfen, das sollte schon begriffen werden. Die Anzahl der ganzen Katzen gehört nicht zu unserer Natur! Von wegen, das ist der Lauf der Natur, dass die Katze Vögel fängt. Hier nicht! Unsere befellten und befiederten Freunde sind der Anzahl von Katzen bei uns gar nicht gewachsen. Die Katzen gehören naturgemäß überhaupt nicht hierher.

Einsperren soll keiner seine Katze. Es würde schon helfen, sie nicht rund um die Uhr streunern zu lassen. Lasst die Katze erst zur Dämmerung raus und kümmert euch die restliche Zeit um sie. Alleine sollte ohnehin keine Katze gehalten werden und die paar Stunden tagsüber hält sie es auch drinnen aus.

Oder gestattet der Katze währenddessen einen gesicherten Freilauf.

Natürlich sind Katzen eine Gefahr für die Lebewesen, die tatsächlich zu unserem Ökosystem beitragen. Handelt eurer Katze UND eurer Natur gegenüber verantwortungsvoll und dosiert die Freigänge eurer Katzen und sorgt für die "Drinnen"-Zeit für einen gesicherten Freigang, einen Katzenkumpel und für genügend Beschäftigung.

P.S.: Es ist bereits jetzt soweit, dass auch europäische Tierschützer ein verantwortungsvolles Handeln fordern. Ist auch richtig so. Tierschutz hört nicht bei unseren Haustieren auf.
Ruedieltern
07.09.2015 19:17 Uhr
Nachtrag: Quelle http://www.welt-der-katzen.de/hausrasse/herkunft/domestizierung/domestikation.html

" Fest steht, dass man erst mit der Rassekatzenzucht im eigentlichen Sinne, d.h. seit etwa 150 Jahren von einer wirklichen Domestikation der Katze sprechen kann. Seit dieser Zeit lassen sich auch einige der üblichen Folgen von Domestikation bei der Katze feststellen. Allerdings scheint es nicht ausgeschlossen, das im Alten Ägypten bereits systematisch Katzen für Kulthandlungen gezüchtet wurden (Katzenkult)."

Vor etwa 150 Jahren kann man also von einer wirklichen Domestikation der Katze sprechen. Die Anzahl an Katzen dürfte sich mittlerweile stark erhöht haben. Ich nehme an, dass das wirklich destruktive Ausmaß vor etwa 30 bis 40 Jahren begonnen haben wird.

Damit können unsere einheimischen (Katzen sind hier nicht einheimisch) Kleintiere gar nicht klarkommen.

Ich habe selber zwei Katzen. Die gesicherten Freigang. Bei uns wird nicht gewildert. Sollten wir sie doch einmal komplett freilaufen lassen (in einer anderen Umgebung), werden sie auf jedenfall zeitlich begrenzt Freilauf erhalten.

Und auf jeden Fall werden sie im Vorfeld so gut gefüttert, dass sie zum Jagen zu träge sind
mschaeler
08.09.2015 07:56 Uhr
Achtung, wir reden hier von 2 verschiedenen Arten von Katzen ! Du redest hauptsächlich von verwilderten Katzen und ich von richtigen Hauskatzen mit Freigang. Ich glaube, die Verantwortung liegt bei uns Menschen. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Hauskatzen kastriert sind und nicht weiteren Nachwuchs produzieren. Nur gibt es leider auch Katzenbesitzer, die der Meinung sind, eine Kastration ist wider die Natur! Wenn man sieht, wie viel Katzen in einem Jahr durch ein Katzenpärchen entstehen können, müsste es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, seine Katzen zu kastrieren. Die verwilderten Katzen sind natürlich ein Problem, da sie sich unkontrolliert vermehren können. Gegen diese Katzen muss etwas getan werden! Sie müssen kastriert werden, was natürlich nicht so einfach ist. Dass die Straßenkatzen sich so stark vermehren, liegt maßgeblich an unkastrierten Hauskatern, die sich mit verwilderten Katzen paaren.
Hier mal ein Interview des NABU-Vogelexperten Lars Lachmann zu dem Thema "Bedroht die Hauskatze die Artenvielfalt?"

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/katzen/15537.html

Deswegen bin ich nicht der Meinung, dass man unsere nicht Hauskatzen einsperren sollte, sondern eher dafür sorgen sollte, dass sie sich nicht unkontrolliert vermehren können. Außerdem kann man auch dafür sorgen, dass die Katzen vielleicht während der Brutzeit in den Morgenstunden noch nicht raus können.
Ruedieltern
08.09.2015 11:27 Uhr
Das ist genau das, was ich sagen möchte. Außer, dass ich auch die Besitzer von kastrierten Freigängern ansprechen möchte. Keine Katze muss eingesperrt werden.

Es ist aber hilfreich, sie nicht den ganzen Tag nach ihrer Laune draußen zu lassen, sie genügend zu beschäftigen, ihnen einen Katzenkumpel spendieren, ihnen eventuell ein Glöckchen anzubringen und sie immer zur Genüge zu füttern. Sodass auch kastrierte Katzen nicht in die "Pflicht genommen werden" zu jagen.

Das würde ja schon reichen. Es sollte eben nicht nur das eigene Haustier beachtet werden. Wenn die Katz dann doch ab und an mal was fängt, ist das sicher nicht der Untergang der Vogelwelt.

Die vielen Freigängerkatzen in Deutschland einfach sich selbst zu überlassen, ohne ein Auge drauf zu haben, finde ich allerdings grob fahrlässig.

Ob nun verwildert oder nicht

Das von dir verlinkte Interview könnte helfen, einen guten Kompromiss zu finden.

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