Randale nach kurzem Freigang

mazda323
  • Forenkätzchen
Beiträge: 106
Meine Bekannte hat einen Kater ca 6 Jahre und eine Katze ca 5 Jahre alt in "Wohnungshaltung" .Die beiden sind bis gelegentliche "Streitereien" unter Katzen ein Herz und eine Seele.Die beiden haben ausreichend Platz in einem Einfamilienhaus und sitzen auch sehr oft am Fenster Auf dem Hof stehen für die Freigängerkatzen der Siedlung auch Schalen mit Futter und Wasser die gern benutzt werden. Seit vieleicht einem Jahr ist ein weisser Kater dort der vorher zerzaust und ungepflegt sich jetzt aber prächtig entwickelt hat. Alter schlecht zu schätzen aber bestimmt ältzer als 6 Jahre.Der lässt sich von meiner Bekannten streicheln ,hochnehmen etc und wartet immer sehnsüchtig auf sie Heute ist es nun passiert daß die äusserste Wohnungstür,sind 2,nicht ganz verschlossen war und ihr Kater auf den Hof rannte. Dort befand sich der andere Kater der ihn sofort attackierte.Meine Bekannte hatte dies sofort bemerkt und den Kater ins Haus geholt.Zum Glück nichts ernsthaftes durch das Geraufe passiert. Nun faucht seine "Gespielin" in immer an und er verkriecht sich dann.Das war vorher nicht so und vieleicht hat jemand einen Tip wie die Harmonie wieder herzustellen ist.Es könnte ja sein daß die Katze den Vorgang durch das Küchenfenster gesehen hat und nun die "Rangordnung" anfechtet.Wäre nett wenn jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und das Problem gelöst hat
Katzen sind die klügeren Menschen
Jomia
  • Forenkätzchen
Beiträge: 45
Die beiden sind doch auf dem Hof zusammen gestoßen.
Könnte es da nicht sein das der Kater den Gerüche von dem anderen angenommen hat?
Katzen sondern auch Duftstoffe über die Krallen ab womit sie sonst ihren Kratzbaum markieren.
Das mag die Katze bestimmt nicht, da sie ja auch kein fremden Geruch im Haus gewohnt ist.
Wäre jetzt nur mein erster Gedanke
Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter die man sich wünschen kann.
mazda323
  • Forenkätzchen
Beiträge: 106
dankeschön für die antwort,wenigstens hat sich jemand gemeldet
es scheint in der tat so zu sein wie du vermutest.meine bekannte hatte gestern noch die tochter angerufen die 3 katzen hat
sie meinte dass es hilfreich wäre die katze mit einem tuch "abzurubbeln" und dann die andere katze damit auch.zur zeit sind die beiden erstmal räumlich getrennt aber auch mal zusammen unter aufsicht. ich hatte ihr geraten morgen mal zum fressnapf zu fahren und sich da über spray oder dergleichen beraten zu lassen.wie ich so gelesen habe soll es bei aggressivität bei katzen zur anwendung kommen,mal schauen
Katzen sind die klügeren Menschen
Jomia
  • Forenkätzchen
Beiträge: 45
Hat das abrubbeln mit dem Handtuch was gebracht oder haben die beiden sich wieder so gefangen?
Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter die man sich wünschen kann.
mazda323
  • Forenkätzchen
Beiträge: 106
hat wohl noch nichts gebracht mit dem handtuch. mittlerweile ist so feliway spray für die steckdose gekauft worden,erfolg fraglich....die beiden sind wohl zur zeit getrennt untergebracht,das haus ist gross und da besteht zum "glück" diese möglichkeit.. der strassenkater posiert wohl auf dem garagendach und klettert wohl auch mal am haus herum.der hauskater ist verstört,noch.. mal schauen wenn ich samstags hinfahre was da los ist. ich kann ja auch alle beide anfasssen und ich bin der "freund" von der kätzin eventuell nehme ich auch mal etwas frisches heu mit zum "abrubbeln" von beiden so wie ich mich in verschiedenen foren belesen hab kann so eine "neueingewöhnung" sich wohl hinziehen.
Katzen sind die klügeren Menschen
kimahri3
  • Forenkätzchen
Beiträge: 19
+ 1
Hallo,
ich habe folgende Erklärung bzw. Tipps gefunden:

DAS PROBLEM:
Eines der häufigsten Probleme in einem Mehrkatzenhaushalt ist die sog. "Umgeleitete Aggression oder Territoriale Aggression".
Die Folgen eines solchen Vorfalls können fatal sein für die Harmonie eines bis anhin befreundeten Katzenpaares. Es sollte so schnell wie möglich reagiert werden, denn sonst kann es sein, dass sich die Katzen nicht mehr verstehen. Ein heftiger Angriff eines Katzenpartners kann für Tiere so schockierend sein, dass mit gravierenden Langzeitfolgen zu rechnen ist (sog. schockinduzierte Aggressionen).

URSACHE:
Auslöser ist ein Vorfall, gegen den sich Katzen nicht wehren können, wobei sie sehr erregt sind und, wie die Bezeichnung schon sagt, sie die Aggression umleiten (verknüpfen) auf den befreundeten Katzenkumpel. Meist gehen die Katzen sofort aufeinander los, bekämpfen sich sehr heftig und benehmen sich, als ob sie sich nicht mehr kennen. Meistens sind beide Katzen zugegen, wenn so etwas Unvorhergesehenes passiert.
Mögliche Auslöser sind z.B.:
- der Anblick einer fremden Katze im eigenen Revier, die nicht erreichbar ist
- heftiges Erschrecken, z.B. durch einen zu Boden fallenden Gegenstand
- ein plötzliches Schmerzerlebnis, z.B. ein Gegenstand, der auf eine Katze fällt
- Tierarztbesuch; v.a. mit Narkose verbundener Eingriff

WAS IST ZU TUN:
Um zu verhindern, dass sich das aggressive Verhalten dauerhaft manifestiert, sind folgende Massnahmen sofort zu ergreifen:
- Die Katzen sofort trennen und unbedingt verhindern, dass weitere Kämpfe stattfinden.
- Feliway-Stecker einsetzen
- Neue positive Verknüpfungen schaffen; zusammen füttern, aber nur unter Aufsicht. Die Näpfe müssen einen grossem Abstand zueinander haben (2-3 Meter). Starren sollte unterbunden werden, indem man ganz ruhig den Sichtkontakt der beiden Kontrahenten unterbricht und sich zwischen die beiden stellt/setzt. Während dem Fressen beide mit etwas Thunfischsaft/Sahne einreiben, damit sie sich sofort putzen nach dem Fressen (Putzen beruhigt und signalisiert dem anderen "ich bin friedlich, ich tu dir nichts". Danach wieder trennen, denn es sollte durchweg positiv bleiben, bis sie wieder getrennt werden.
- Die temporären Reviere, die durch die momentane Trennung entstehen, immer wechseln, damit keine festen Territorien entstehen, die dann erbittert verteidigt werden.
- Gerüche austauschen; mit einem weichen Lappen den Katzen v.a. unterm Kinn streichen und dann auf die andere Katze übertragen.
- Zusätzliche Versteckmöglichkeiten schaffen; Kartons, Höhlen, gerne höher gelegene Plätze etc.
- Feste Spielzeiten zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Entspannung. Zuerst einzeln mit jeder Katze, v.a. mit der Unterlegenen.
- Wenn die Katzen ohne Konflikte zusammen fressen, die Zeit langsam verlängern, in der sie zusammen sind. Langsam (Centimeterweise!) die Näpfchen wieder näher zusammenrücken, aber immer noch unter Aufsicht.
- Beim ersten Versuch, die Katzen ausserhalb der Fresszeit wieder zusammenzulassen, mit viel Lob und Leckerchen arbeiten. Starren unterbinden. Falls sich die Spannung wieder aufbaut, in Ruhe trennen. Es kann versucht werden, etwas zu spielen. Besser zunächst einer Katze und die andere kann zuschauen, ohne bedroht zu werden (also besser zuerst mit der dominanten Katze spielen und sie so auch ablenken).
- Falls die Konfliktsituation bei direktem Zusammensein zu heftig bleibt, sollten die Katzen getrennt bleiben mit Sichtkontakt, also z.B. mit einem Gitter oder Netz (in schweren Fällen kann auch so die gemeinsame Fütterung stattfinden). Wenn sie sich sehen, ohne zu fauchen oder knurren oder drohen, kann die Trennung abgebaut werden und die Katzen unter Aufsicht direkt miteinander zusammengelassen werden.

Wirklich wichtig ist, geduldig zu sein und nichts zu forcieren! Im besten Falle ist das eine Frage von wenigen Tagen, in gravierenden Fällen kann das 1-2 Monate dauern.
Quelle: https://www.katzen-forum.net/verhalten-und-erziehung/194122-info-umgeleitete-aggression.html

Da die Trennung und der Feliway Stecker bereits zum Einsatz kamen, ist das Problem ja vielleicht schon gelöst.

Viele Grüße
kimahri3
mazda323
  • Forenkätzchen
Beiträge: 106
dankeschön für den ausführlichen beitrag. werde diesen gleich weitersenden. weiss noch nicht was der "stand der dinge" derzeit ist. spätestens samstag kann ich berichten
Katzen sind die klügeren Menschen
weckener
  • Forenkätzchen
Beiträge: 46
@kimahri3,
das hast Du sehr gut erklärt. meine 2, leider schon vor langer Zeit gestorben, sind aber sehr alt geworden..., waren auch ein Herz und eine Seele, die eine musste zur Kastration zum TA, schon war es mit der Harmonie vorbei. Sie haben sich danach nur noch toleriert, sind friedlich miteinander umgegangen, aber kuscheln war nicht mehr.
In späteren Zeiten habe ich dazu gelernt, nach solchen Ereignissen sie mit Leberwurst oder je nach Vorliebe beide mit käse einreiben. Winziges Bröckchen in den Händen verreiben, beide damit streicheln. Aber nicht so viel, das das Fell klebt, geht nur um den Geruch! Seit alle öfters beim TA waren, schreckt der Geruch nicht mehr, aber dafür gibt es andere Ereignisse, die man in den Griff bekommen muss....

Übrigens hilft das auch, wenn man eine neue Katze ins Haus bringt, zusammen mit dem Feliway Stecker....
kimahri3
  • Forenkätzchen
Beiträge: 19
@weckener,
vielen Dank für Deinen netten Kommentar.
Wie meine früheren Kater Kim und Scotty kastriert wurden (der Tierarzt hat beide am selben Tag kastriert) und dann wieder zu Hause waren hatte sich Mickey (die Mutter der Kater) auch total aufgeregt. Sie war ständig am Fauchen! Da Mickey aber sehr verfressen war habe ich sie ausgetrickst.
Jedes Mal wenn sie sich bei den Katern friedlich verhielt habe ich sie sofort besonders gelobt und direkt Leckerchen gegeben.
Außerdem hatten die beiden Kater irgendwann wieder den normalen Stallgeruch dann normalisierte sich alles wieder. Ich hatte mit den dreien aber wohl auch Glück, es gab schon mal Kabbeleien untereinander, aber sie haben sich dann auch wieder beruhigt.
Richtigen Zoff hatten meine 3 Tiger glücklicherweise nicht.
Aber den Tipp mit dem Einreiben finde ich sehr gut, so kann man die lieben Fellnasen auch wieder zur Räson bringen.

Falls Shari noch einen Katzenkumpel bekommen sollte, werde ich mir diesen Tipp merken.

Viele Grüße
kimahri3
Kostenlos anmelden
MY catSpot - LOGIN
Passwort vergessen?
Gerade online
Veradahl
VeradahlOnline seit
10 Minuten
vrodhorst
vrodhorstOnline seit
17 Minuten
brigittebeusch
brigittebeuschOnline seit
65 Minuten