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Teresa Keiditsch

Tierärztin Teresa Keiditsch arbeitet in der internistischen Abteilung für Hund und Katze an der
Medizinischen Kleintierklinik, die sich mit Erkrankungen aller
Organsysteme (Harntrakt, Magen-Darm-Trakt, Atmungstrakt),
Hormonelle Erkrankungen und Infektionskrankheiten beschäftigt.
Teresa Keiditschs spezieller Forschungspunkt bezieht sich
auf FeLV und FIV-Infektionen bei Katzen.
Privat hat sie selbst eine FIV-infizierte Katze bei sich aufgenommen.
Was ist FIV und was sollte ich darüber wissen?

FIV


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Was versteht man unter FIV?

FIV ist die Abkürzung für felines Immundefizienzvirus oder feline immunodeficiency. Es handelt sich hierbei um eine Infektion mit einem sogenannten Retrovirus. Umgangssprachlich wird auch von Katzen-AIDS (acquired immune deficiency syndrome) gesprochen, da es Parallelen zum humanen Immundefizienzvirus (HIV) und AIDS aufweist.

Wer infiziert sich mit FIV?

Mit FIV können sich alle unsere Hauskatzen infizieren. Verwandte Viren wurden auch bei Wildkatzen (Geparden, Löwen…) nachgewiesen. Bei Menschen gibt es keine Hinweise für mögliche Infektionen mit FIV.

Wie funktioniert die Übertragung?

Das Virus wird prinzipiell über alle Körpersekrete ausgeschieden (Speichel, Sperma, Blut…). Am höchsten konzentriert ist das Virus im Speichel, weshalb die Übertragung per Biss in die Blutbahn die häufigste Infektionsart darstellt. Ein normaler sozialer Kontakt von Katze zu Katze birgt zunächst einmal kein Risiko für eine Übertragung. Eine einmal infizierte Katze bleibt ihr Leben lang infiziert.

Wie viele Katzen sind mit diesem Virus infiziert?

In Deutschland sind ca. zwischen 2 % und 3 % aller Katzen mit diesem Virus infiziert. Der Hauptanteil dieser Katzen ist männlich, unkastriert und Freigänger.

Welche typischen Symptome treten bei dieser Infektionskrankheit auf?

Zunächst kann eine Infektion mit dem Virus lange unbemerkt bleiben, da man keinerlei Symptome bei diesen Patienten sieht. Im weiteren Verlauf können diese Katzen Zahnfleischentzündungen, Augenentzündungen, Hautinfektionen, Blutarmut, Nierenerkrankungen, Tumoren und im späten Stadium Verhaltensveränderungen zeigen(Zittern, Krämpfe, Anfälle…).

Wie kann diese Krankheit diagnostiziert werden?

Prinzipiell sollte von jeder Katze ein Status zu dieser Krankheit bekannt sein. Es gibt viele verschiedene Tests, bei denen man Antikörper im Blut nachweist.

Kann die Krankheit therapiert werden?

Derzeit gibt es, so wie auch in der AIDS-Forschung, kein Medikament, das den Patienten heilen kann. Allerdings gibt es einige Medikamente, die zu einer Linderung der Symptome führen können. Häufig verwendet wird das feline Interferon ?.

Gibt es eine Impfung?

In Deutschland gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen FIV.

Wie sieht das Management infizierter Katzen aus?

FIV-infizierte Katzen sollten im Haus gehalten werden; dies dient zum Einen dem Schutz der eigenen infizierten, immungeschwächten Katze und zum Anderen aller anderen nicht-infizierten Katzen, die sich anstecken könnten. Eine Vermeidung von Stress ist beim Krankheitsverlauf von Bedeutung, so sollten positive Katzen kastriert werden und Rangkämpfe unter Artgenossen vermieden werden.FIV-infizierte Katzen sollten nicht geimpft werden.Alle anderen im Haushalt lebenden Katzen sollten auch auf diese Infektionskrankheit getestet werden. Eine Trennung der positiven und negativen Tiere muss von Fall zu Fall individuell abgewogen werden.

Alle Katzen mit unspezifischen Krankheitssymptomen und auch alle Katzen, die neu in einen Haushalt/Bestand aufgenommen werden, sollte auf diese Infektionskrankheit getestet werden.

Informiere Dich jetzt über die Infektionskrankheit FelV!
Hier erfährst Du alles was Du über FIV wissen solltest!
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